Glücksmoment

Neist Point

Kennst Du das? Vor Deinem Urlaub bewegst Du Dich digital an Deinen Urlaubsort oder entlang Deiner geplanten Route. Du erkundest die Landschaft und die Sehenswürdigkeiten. Du nutzt die Erlebnisse und Eindrücke anderer und lässt Dich inspirieren. Dass ich Leuchttürme mag, sollte hier niemanden mehr überraschen, und so bot Schottland auf unserem Roadtrip unzählige dieser Wächter der Küste.

Neist Point liegt an der Westküste der Isle of Skye, und unzählige kurze Blicke auf Fotoaufnahmen ließen mein Fotografenherz höherschlagen. WOW – diese Perspektive will ich auch einfangen. Oder dieses Licht. Oder vielleicht doch den Sonnenuntergang. Alles ist möglich – auch Nebel.

Ich hätte nicht gedacht, dass die weiße Front, die scheinbar direkt vor der Motorhaube unseres Mietwagens begann, eine solche Wirkung auf mich haben würde – Enttäuschung pur. Und das, obwohl der Trip und der Tag megaschön gewesen waren. 60 Minuten des Wartens, ein mini-kleines Nickerchen und schließlich die Entscheidung: Los jetzt. Wir gehen zum Turm und fangen ein, was wir bekommen.

Regensachen an, den Fotorucksack auf den Rücken geworfen und jetzt haltet Euch fest …

In dem Moment, als wir die ersten Schritte Richtung Turm machten, öffnete sich der Himmel innerhalb von ein bis zwei Minuten. Die Landzunge, auf der sich der Leuchtturm befindet, erschien klarer und klarer. Der Nebel – vermutlich hauptsächlich Seenebel – löste sich innerhalb weniger Sekunden auf.

Ich nahm buchstäblich die Beine in die Hand. Alex rief mir zu: „Lauf vor – ich komme nach!“ Die Achterbahn meiner Gefühlswelt erlebte wirklich eine Fahrt der besonderen Art. Ich scheue mich nicht zuzugeben, dass meine Augen feucht wurden. Denn wie konnte das passieren? Die Wettervorhersage für diesen Ort hatte Nebel bis in die Nacht angekündigt.

Wir erlebten diesen Moment zu zweit, und ich konnte ihn mit jemandem teilen. Ich wusste genau, wohin ich wollte. Wie lange dieser Augenblick dauern würde? Keine Ahnung. Wie viele Fotos und Perspektiven ich wohl einfangen würde? Keine Ahnung.

So viel verrate ich an dieser Stelle schon einmal: Bis zu unserer Abfahrt blieb die Sicht stabil. So konnte ich den Leuchtturm von einer mittleren Ebene fotografieren, die steile Felswand als seitlichen Rahmen nutzen und auch der Weg zum Leuchtturm war uns gegönnt.

Mein breites Lächeln war nicht zu übersehen. Wie es in mir aussah? Glück – das Gefühl von Glück. Ein Tag, der schöner nicht hätte enden können. Wer braucht schon einen Sonnenuntergang? Ich nicht!

Die Fotos sprechen für sich selbst, und ein ganz großes Dankeschön geht an Alex, die Teil dieses Moments war und mit der ich ihn teilen konnte. Ich war in meinem Element: Leuchttürme fotografieren. Der Wind war teilweise so stark, dass ich Schwierigkeiten hatte, die Kamera stabil zu halten. Also hieß es: Einstellungen an der Kamera anpassen, damit die Bilder scharf werden.

Danke für Deine Zeit, diesen Blogbeitrag zu lesen. Ich hoffe, ich konnte Dich für einen kleinen Moment mitnehmen.

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