Was sind DPM?

Gestärkt und voller Tatendrang starteten wir bei bestem Wetter – wie bestellt – Richtung St. Andrews Cathedral. Der Fitnessteller beim Frühstück – ein Mix aus Obst und Bacon – eben typisch schottisch.

In St. Andrews konnte endlich die Kamera ausgepackt werden – die Kathedrale bot jede Menge Perspektiven. Bei all den schönen Fotomotiven vergisst man leicht alles um sich herum.

Schon in den ersten Stunden auf Schottlands Straßen machte mein Ellenbogen Bekanntschaft mit dem Außenspiegel eines Autos – allerdings nicht auf dem Parkplatz, sondern weil ich, in den Bann gezogen von so viel Geschichte, einen Fuß auf die Straße setzte. Nennen wir es einfach eine leichte Berührung – nichts passiert, nur ein ordentlicher Schreck. Zum Glück lag ganz in der Nähe ein kleiner Eisladen mit gefühlt 100 verschiedenen Sorten. Da fällt einem die Auswahl schon etwas schwer, und der Schreck war (fast) vergessen.

Nicht nur, weil das Wetter passte, sondern auch aufgrund unserer Routenplanung legten wir auf dem Weg nach Aberdeen einen kurzen Stopp am Montrose Beach ein. Ein herrlicher Strand mit Leuchtturm, kleinem Café und gesprächigen Schottinnen. „Ob ich ein Bad nehmen möchte?“, hakte ich noch einmal nach. „Nein – das Wasser ist mir dann doch noch etwas zu kalt.“ Sie lächelte und gab zu, dass sie im Sommer auch nur maximal bis zu den Knöcheln das kühle Nass genießt. Schön solche Begegnungen.

Schon in Deutschland hatten wir uns mit einer Schottlandflagge eingedeckt und diese mit an den Strand genommen. Vielleicht ergibt sich ja etwas - war der Gedanke? Das so eine Flagge nicht einfach zu handhaben ist, wurde uns schnell klar, denn der Wind erfüllte seinen Zweck. Aber seht selbst auf einem der Fotos.

Den dritten Stopp des Tages legten wir am Dunnottar Castle ein. Die Zeit für eine Besichtigung war zwar schon vorbei, doch das Licht zum Ende des Tages wollte uns den Abend noch versüßen. Wir konnten uns kaum von dem Licht und der Magie, die dieser Ort ausstrahlte, lösen. Die Kälte und der herannahende Regen ließen uns schließlich die Beine in die Hand nehmen, um unser heutiges Tagesziel – Aberdeen – zu erreichen. Erst gegen 20 Uhr kamen wir in unser Unterkunft an.

Beinahe vergessen. Ihr habt es schon mitbekommen ich (Thomas) mag Leuchttürme sehr und so hält mich Nichts (fast) auf, wenn ich die Chance sehe, einen neuen Turm auf meiner Liste zu besuchen. Die Straße hin zum 1. Leuchtturm der Reise wurde enger und enger. Eine Bäuerin hatte alle Hände voll zu tun, ihre sechs Hunde am Straßenrand zusammenzuhalten. 

Es war schon ein wenig aufregend für uns beide, diesem Pfad zu folgen, denn am Ende war es auch keine richtige Straße mehr. Für ein gutes Foto wagt man schon manchmal etwas mehr.

 

 

Vor der Abreise bekommst du alle Informationen über die Unterkünfte und siehst die Bewertungen im Netz. Wir sind jedoch der Meinung, dass der eigene Blick wichtig ist, denn jeder setzt vielleicht andere Schwerpunkte. Sauberkeit ist für uns Pflicht, und bis jetzt können wir nicht meckern. Allerdings noch ein Fun Fact: Während die Geschwindigkeit von Musik in BPM (Beats per Minute) gemessen wird, konnten wir die Wasserstrahlstärke in DPM messen – Drops per Minute. Da mussten wir unter der Dusche schon hin- und herspringen, um die Seife loszuwerden. Kategorie: leichter Nieselregen.

Mit dem Schreiben des Blogs kommen wir nicht ganz hinterher, weil die Tage wirklich lang sind und die Zeit vor Ort komplett verplant ist. Wir greifen diesen Punkt später noch einmal in einem eigenen Beitrag auf, wenn es um die zeitliche Planung der einzelnen Tage geht.

Nun viel Spaß bei den ersten Fotos – weitere folgen.

Thomas und Alex

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