5-Sterne-Küche Parkplatz

Tag 1 – Ankommen in Schottland

Ähnlich wie beim Norwegen-Trip gestaltet sich der erste Tag vor Ort immer etwas „packed“, um den Begriff stressig zu vermeiden. Wir möchten Euch etwas über die Buchung erzählen und von unserem Weg bis zur ersten Unterkunft berichten.

Ganz ehrlich: Wir hatten nicht die Zeit, eine solche Tour allumfassend selbst zu planen. Deshalb haben wir das Reisebüro in Jever – direkt um die Ecke – konsultiert. Unsere Eckdaten waren schnell definiert: Schottland, Rundreise, entweder mit Dachzelt oder Übernachtungen in B&Bs.

Für uns beide war es das erste Mal, dass wir eine solche Reisekombination gebucht haben. Am Markt etabliert und bekannt ist Wolters Reisen. Service, Abwicklung und auch das umfangreiche Informationspaket umfassten alle relevanten Details. Dennoch war der Kontakt über das Reisebüro besonders unkompliziert, denn gerade während der Vorbereitung lohnte sich bei Fragen – insbesondere rund um den Mietwagen – der Weg ins TUI-Reisebüro um die Ecke. Stets freundlich und äußerst zuvorkommend nahm man sich unserer Anliegen an. Selbst die Buchung der Zugtickets inklusive Platzreservierungen übernahm das Reisebüro. An dieser Stelle ein großes Lob.

Es bestand die Möglichkeit, alle Unterlagen per E-Mail zu erhalten oder sie sich im Reisebüro ausdrucken zu lassen. Die Einreisegenehmigung (ETA – Electronic Travel Authorisation) war schnell online beantragt. Allerdings hilft es, wenn der richtige Link für Großbritannien verschickt wird und nicht der für Kanada. ;-) Wir brauchten jedenfalls einen kleinen Moment, bis wir das herausgefunden hatten.

Nun saßen wir im Flieger und freuten uns auf einen kurzen Flug. Zu früh gefreut – bis hierhin lief alles einfach zu glatt. Ein einzelner Passagier hatte zwar sein Gepäck eingecheckt, erschien jedoch nicht am Gate. Deshalb musste der Laderaum nach dem „herrenlosen“ Koffer durchsucht werden. Dieses Prozedere kostete uns eine geschlagene Stunde. Und dann – wie sollte es anders sein – erhielt der Flug auch noch eine neue Slot-Time. Das ist in der Fliegerei nichts Ungewöhnliches, kostet aber eben Zeit. Etwas mehr Informationen während des Wartens wären schön gewesen.

Am Ende des Tages erreichten wir Edinburgh jedoch ohne weitere Probleme. Passkontrolle und Kofferempfang verliefen wieder einwandfrei. Auch die Übernahme unseres Mietwagens – eines Renault Captur, den wir auf dem letzten hinteren Parkplatz der Vermietungsagentur fanden – lief weitgehend problemlos ab. Eine kleine Irritation gab es bezüglich des eingetragenen Fahrzeugführers. Hier hätten wir eigentlich einen neuen Voucher mit dem richtigen Namen benötigt. Aber mit einem Lächeln erreicht man im Leben bekanntlich eine ganze Menge.

Linksverkehr – eine Erfahrung für sich. Obwohl ich (Thomas) bereits einige Male im Linksverkehr unterwegs war, erfordert es jedes Mal volle Aufmerksamkeit und eine aufmerksame Beifahrerin, die mich freundlich, aber bestimmt an die richtige Fahrbahnseite erinnert. Ich hatte mich schon gewundert, warum mir der Lkw auf meiner Spur entgegenkam.

Keine 15 Minuten nach der Abfahrt – und ohne Teil einer Verkehrsmeldung geworden zu sein – erreichten wir unsere Unterkunft. Elisabeth, 88 Jahre alt und ausgestattet mit pfiffigem britischem Humor, empfing uns an der Tür.

Das Eis war sofort gebrochen, denn wir erwiderten ihren Humor mit friesischem Humor – eine Denksportaufgabe für alle Nicht-Friesen. Die lange Reise hatte inzwischen ein ordentliches Loch im Magen hinterlassen, und so studierten wir schnell die Infomappe, in der sich oftmals Restaurantempfehlungen finden. Umso erstaunter waren wir, als dort geschrieben stand: „Auf dem Zimmer wird nicht gegessen! Die Speisen sollten im Auto verzehrt werden.“

Mit so viel „Gastfreundschaft“ hatten wir nicht gerechnet. Multikorn-Bagel mit Putenwurst auf dem Coop-Parkplatz – einmalig! Übrigens auch die ganzen Krümel in der Mittelkonsole. Im Mietvertrag konnten wir allerdings nichts darüber finden, dass der Verzehr von Speisen im Fahrzeug untersagt sei.

Für uns war vor allem eines wichtig: Wir sind angekommen. Der Urlaub hat begonnen, und eine Reise voller toller Orte und besonderer Erlebnisse liegt vor uns.

Der nächste Tag sollte mit einem typischen britischen Frühstück beginnen: Speck, Würstchen, Pancakes und Toast. Wie ein schottischer Fitness-Teller aussieht, erzählen wir im nächsten Blog.

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